WMD Multimode Envelope

Überblick

Der Name der Multimode Envelope sagt so ziemlich alles: dies ist keine banale ADSR, sondern eine Hüllkurve mit verschiedenen wählbaren Betriebsmodi. AR, ADR, diverse Modi mit Doppel-Triggerung und auch sich automatisch wiederholende Hüllkurvenverläufe sind durch die digitale Steuerung der analogen Hüllkurve möglich. Ferner kann man auch die Charakteristik der Attack-, Decay- und Releasezeiten einstellen.

Mit einem gesondert erhältlichen Expandermodul ist auch CV-Steuerung der Attack-, Decay-, Sustain- und Release-Parameter möglich.

Ansichten

Details

Wie in einer klassischen ADSR-Hüllkurve finden wir die Parameter Attack, Decay, Sustain und Release. Je nach eingestelltem Modus werden diese aber in unterschiedlicher Reihenfolge abgerufen und es macht einen Unterschied, ob ein Gate oder ein Trigger anliegt:

  • ADSR: klassische Hüllkurve: Bei anliegendem Gate öffnet die Hüllkurve, durchläuft die Attack- und Decay-Phase und wird auf dem Sustain-Pegel so lange gehalten, bis das Gate entfernt wird. Danach wird die Release-Phase eingeleitet und die Hüllkurve klingt aus.
  • AR: Ein Trigger startet die Hüllkurve, die die Attack-Phase bis zum höchsetn Pegel durchläuft und dann über Decay ausklingt. Ein Gate-Signal hat keine Wirkung und hält die Hüllkurve nicht auf Sustainpegel.
  • ADR: Ein Triggermodus ohne Sustain. Decay blendet unmittelbar zu Release weiter, was dir die möglichkeit gibt, das Abklingen zu Verlangsamen oder die Charakteristik zu ändern.
  • ADSAR: Dieser Gate-Modus funktioniert wie eine normale ADSR, nur wird nach Entfernen des Gates die Attack-Phase erneut eingeleitet. Das erzeugt beispielsweise bei Loslassen der Taste einen Akzent.
  • ADAR: Dieser Triggermodus durchläuft Attack, dann Decay bis zum Sustainpegel, löst wieder einen Attack aus und klingt dann über Release ab.
  • ADSRst: "st" steht für step through, d.h. es wird erst bei Ankommen eines erneuten Triggers zum nächsten Zeitsegment weitergeschaltet, ansonsten wird der Sustain-Pegel gehalten. Ausnahme: Nach der Attack-Phase wird bei 8V gehalten; nach Release ist der Zyklus abegschlosen und die Hüllkurve fällt auf 0V zurück. Jedes Segment muß zuerst abgeschlossen sein, bevor zum nächsten geschaltet werden kann. Dieser Modus benötigt für einen Durchlauf insgesamt drei  Triggersignale
  • ADSARst: ähnlich wie der vorangegangene Modus, nur gibt es nach dem Decay eine zweite Attack-Phase. Dieser Modusbenötigt vier Triggersignale pro Durchlauf.
  • ADRcy: "cy" steht für "cycle", also Wiederholung. In diesem Modus loopt die Hüllkurve nach einem Durchlauf sich selber. Bei Sustain auf Maximum wird die Hüllkurve zu einer loopenden AR, da Decay bei Sustainpegel sofort zu Release übergeht. Ein Trigger oder Gate am Eingang setzt die Hüllkurve zur Attackphase zurück.
  • ADARcy - dieser selbst-wiederholende Modus funktioniert wie der zuvor genannte, nur wird nach dem Decay-Segment eine weitere Attack-Phase, ausgehend vom Sustainpegel eingeleitet.

Die Charakteristik der Attack-, Decay- und Sustainzeiten kann stufenlos und separat von logarithmisch über linear zu exponentiell eingestellt werden, was den "Punch" der Hüllkurve deutlich beeinflußt. Alle drei Zeitparameter reichen von 200µS bis 4Minuten. Zwei LEDs zeigen den Gate-Status und die momentane Intensität der Hüllkurve an. Mittels eines Tasters kann man die Hüllkurve auch manuell auslösen.

Anschlüsse

Eingang für Gate bzw. Trigger

Drei Hüllkurvenausgänge: 0-8V, ±8V (16V Pegel von Signalspitze zu Signalspitze) , invertierter ±8V-Ausgang

Abmessungen

3HE Eurorack-Modul, 8TE breit, 24mm tief

Stromverbrauch:
49mA auf +12V (104mA mit Expander)
27mA auf -12V (38mA mit Expander)

Gewicht
0.112 kg
artikelnr
WMDmenv
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