Kilpatrick Audio - Phenol

Überblick

Der halbmodulare Phenol vereinigt die kompakte Größe eines Desktop-Synthesizers mit der Flexibilität eines analogen Modularsynthesizers, die durch USB-MIDI, einen MIDI-Digitalsequenzer, Clockdivider und ein Digitaldelay erweitert wird. Externe Eingänge zum Bearbeiten von Audio sind genauso vorhanden wie ein Kopfhörerverstärker.
Anstatt Miniklinken hat der Phenol Bananenbuchsen, die eine solide und sichere Verbindung sicherstellen und deren Farbkodierung das Patchen erleichtert.

Ansichten

Details

Zuallererst: der Phenol ist kein vorgepatchter halbmodularer Synthesizer! Alle Verbindungen, Audio wie Steuerspannungen, müssen von dir selber gesteckt werden. Dieses offene Konzept macht es möglich, den Synth als keyboardgesteuertes Instrument zu nutzen, aber genauso gut als experimentelles, "freilaufendes" Gerät, welches macht was es will.
Klanglich ist der Phenol eher in der rohen Ecke einzuordnen.
Anstatt der mittlerweile üblichen Miniklinken benutzt Phenol Bananenstecker - diese führen keine Masse und so muss über die Ground-Buchse oder durch das Verbinden mit externem, geerdetem Equipment (z.B. über ein Audiokabel) geerdet werden.
Der Synthesizer arbeitet mit den üblichen 1V/Oktave-Steuerspannungen und positiven Gate-Signalen. Der einzige Unterschied zu den meisten CV-gesteuerten Geräten ist, daß alle CVs von -5V bis +5V reichen, sogar die Hüllkurven.

Es gibt zwei identische sägezahnbasierte VCOs, die simultan Sägezahn, Puls und Dreieck generieren. Ihre Stimmung kann grob und fein geregelt werden. Es gibt einen 1V/Oktave-Eingang, CV-Eingänge für FM und PWM sowie Sync.
Neben den Wellenformausgängen findest du auch Bananenbuchsen, die externe Audiosignale führen, denn der Phenol hat zwei externe Audioeingänge für Line-Pegel.

Zwei an der Zahl sind einige Komponenten des Phenol, so auch die Filter: Ein Tiefpass mit starker Resonanz zur Betonung bestimmter Frequenzen sowie ein Hochpassfilter mit einem deutlichen nasalen Bandpass-Charakter. Beide klingen schön, wurden für hohe Resonanzen ohne Selbstoszillation angepasst und weisen deshalb einen eigens entworfenen Resonanzlimiter auf. Jedes Filter hat einen Eingang, einen Ausgang und einen skalierbaren FM-Eingang.

Direkt unter den Filtern finden wir die VCA-Sektion mit zwei identischen VCAs, die eine exponentielle Kennlinie aufweisen und deshalb primär für die Bearbeitung von Audiosignalen gedacht sind.

Komplexer ist die Modulationsabteilung:
Die Hüllkurven sind keine üblichen ADSRs, sondern multifunktionale Schaltungen, die drei umschaltbare Modi aufweisen: Attack-Decay-Hüllkurve, Attack-Hold-Release-Hüllkurve oder Oszillatormodus. Im letzten, hauptsächlich für LFO-Anwendungen gedachten, Modus wird statt der Hüllkurvenzeiten die Geschwindigkeit und der Pegel des Oszillators eingestellt.
Ferner finden wir zwei weitere Taster, die das Verhalten steuern. Der erste stellt den Glättungsgrad, die Gate-Delay-Zeit oder eine Quantisierung ein, die man für Arpeggios nutzen kann. Der zweite Taster bestimmt den Ausgabe-Modus: normal, invertiert oder Absolutwert.

Der digitale LFO ist recht rudimentär - er ist nicht spannungssteuerbar und generiert nur Sinus und Zufall/Rauschen. Die geringe Auflösung und Samplerate sorgen für einen rauhen Sound.

Unten mittig gibt es eine Sektion mit nützlichen Werkzeugen:
Der Adder ist ein Zweikanal-Mixer. Der Pegelregler bietet einen Verstärkungsfaktor von 2. Es gibt einen positiven und einen phaseninverierten Ausgang.
Der Divider teilt die Frequenz einer zugeführten Clock und gibt sie mit den Teilerfaktoren 2, 3 4 und 6 an separaten Buchsen aus. Funktioniert mit allen zyklischen Pulsen, z.B. der MIDI-Clock oder einem Rechteck-LFO. Bei einem MIDI-Start-Befehl werden die Ausgänge zurückgesetzt und der Divider fängt von Null an zu zählen.
Der MIDI/CV-Wandler gibt an individuellen Buchsen die Noten-Steuerspannung, den Wert des Modulationsrads, den Note-On/Off-Befehl als Gate und final die MIDI Clock aus. Ferner enthält er auch einen digitalen Mini-Sequenzer, der MIDI-Noten aufnehmen kann.

Der Mixer rechts unten ist eine digitale Mischer-Sektion. Er bietet zwei Kanäle mit einstellbaren Pegel und Panorama. Ein digitales, schmutziges, Lo-Fi Delay mit einstellbarer Delay-Zeit (1-200 ms) ist auch integriert; der Mix-Regler steuert gleichzeitig den Dry/Wet-Mix und das Feedback.

Anschlüsse

viele Bananenbuchsen für die einzelnen Sektionen
2,1 mm Eingang für externes, universelles 24V DC-Netzteil (im Lieferumfang enthalten)
Bananenbuchse zum Erden
2x externe Eingänge, 2x Line-Ausgänge (L+R), Kopfhörerausgang
MIDI-In, USB-MIDI-Anschluss

Abmessungen

B x L x H (inklusive Füße und Knöpfe): 401 x 223 x 63,5 mm

Gewicht
2.697 kg
artikelnr
KPphenol
Status: Artikel kann im Laden abgeholt werden. / Artikel versandbereit
Verfügbarkeit ? sofort verfügbar
€ exkl. 19% MwSt. 755,46 € € inkl. 19% MwSt. 899,00 €
zzgl. 19% MwSt., zzgl. VersandkostenLieferzeit 1