Sonicsmith - Squaver P1

Überblick

Ein semimodularer Synthesizer, der sich mit beispielsweise einer E-Gitarre, Bass oder Mikrofon spielen lässt. – Der Squaver P1 bietet eine klassisch-subtraktive Klangerzeugung mit VCO, zwei Sub-Oszillatoren, Ringmodulator, Multimodefilter und VCA. Was ihn von herkömmlichen Instrumenten unterscheidet, ist sein Steuerkonzept. Dank ACO-Technologie kann man den Synthesizer mittels Audiosignalen kontrollieren. Neben der internen Klangerzeugung lässt sich auch anderes Equipment ansprechen. Der Sound des Squavers ist kernig und voll. Das Filter liefert bei hoher Resonanz stilechtes Acid-Gezwitscher. Exzellentes Pitch-Tracking, zwei Expression-Pedal-Eingänge und drei Fußschalter machen das Instrument zum perfekten Partner für facettenreiche, ausdrucksstarke Performances.

Ansichten

Details

Das Funktionsangebot vom Squaver P1 lässt sich grob in Steuer- und Synthesesektion aufteilen.

Der Steuerbereich

Audiosignale werden mit Hilfe einer 6,3 mm Klinkenbuchse in das Instrument eingeführt. Der nachstehende Vorverstärker erlaubt Pegelanhebungen um bis zu 40 dB. Vor der CV-Extraktion können Signale mit Hilfe von zwei Filtern beschnitten werden. Im Detail stehen eine dreistufige Hochpassschaltung (16 Hz, 80 Hz, 160 Hz) mit -12 dB / Oktave Flankensteilheit sowie ein stufenlos regulierbarer Tiefpass (80 Hz bis 6,4 kHz) mit -24 dB / Oktave Flankensteilheit und automatischem Tuning bereit. Der Squaver P1 analysiert Audiomaterial per ACO-Chip, einer Eigenentwicklung der Firma Sonicsmith. Ergänzend gibt es einen Envelope-Follower. Folgende Steuerspannungen lassen sich abgreifen:

  • Pitch-CV-Signale nach dem Standard 1 V pro Oktave. (Arbeitsbereich: 0 V bis +8 V)
  • Gate- und Trigger-Signale mit einer Stärke von 9 V. (Schwellenwert für die Aktivierung: -48 dBu)
  • Envelope-Follower-Signale mit einer fixen Decay-Zeit von 43 ms. Ein bipolarer Abschwächer erlaubt die Dämpfung und / oder Invertierung von generierten Spannungen.

Darüber hinaus gibt es einen Expression-Pedal-Eingang, dessen Signale in Steuerspannungen von 0 V bis +9 V umgemünzt werden.

Für Pitch-, Envelope-Follower- und Expression-Spannungen gibt es dedizierte Miniklinkenausgänge. Gate- und Trigger-Signale teilen sich eine Stereobuchse. (L = Gate / R = Trigger)

Mittels Side-Chain-Kanal lässt sich ein zweites Audiosignal in den Squaver P1 führen. Auf den Audioeingang folgt eine zweistufige Pegelsektion (0 dB / +15 dB) und ein weiterer Envelope Follower mit kürzerer Decay-Zeit (9 ms). Er kann alternativ zur oben beschriebenen Instanz eingesetzt werden. Der bipolare Abschwächer bleibt im Signalweg. Per Fußschalter lässt sich der Side-Chain-Kanal (de)aktivieren.

Haupt- und Side-Chain-Eingang besitzen Thru-Wege, mit deren Hilfe sich Audiomaterial vor oder hinter der Pegelregelung abgreifen und an anderes Equipment senden lässt.

Der Synthesebereich

Der ACO-Chip dient nicht nur der CV-Extraktion, sondern ist auch Teil des Synthesesystems. Genauer erzeugt das Bauteil Sägezahn- und variabel breite Pulswellen, die sich mit Hilfe des nachstehenden Mixers in beliebigem Mischverhältnis kombinieren lassen. Grob- und Feinstimmungsregler erlauben Tonhöhenanpassungen. Beide Parameter können mittels CV-Eingängen und Expression-Pedal moduliert werden. Ein weiterer Steuerspannungsweg macht Pulsweitenmodulationen möglich. Die Envelope-Follower lassen sich ebenfalls für diesen Zweck einsetzen. Die Stimmungs-CV-Eingänge sind mittels Fußschalter (de)aktivierbar.

Ergänzend gibt es zwei Sub-Oszillatoren, die Rechteckwellen produzieren. Die Signale liegen ein und zwei Oktaven unterhalb des Haupt-VCOs. Die Sub-Oszillatoren lassen sich ebenfalls mixen. Eine dritte Mischstufe fügt schließlich die Signale von Haupt- und Sub-VCOs zusammen.

Die Ergebnisse des Oszillatorsystems können mit externem Audiomaterial ringmoduliert werden. Nachstehend folgt ein VCA, der durch den gewählten Envelope Follower oder externe CV-Signale steuerbar ist. Danach geht es in das Multimodefilter. Es bietet eine Flankensteilheit von -12 dB oder -24 dB pro Oktave. An Filtercharakteristika stehen Hochpass, Bandpass und Tiefpass zur Auswahl. Cutoff- und Resonanzregler erlauben manuelle Einstellungen. Ergänzend lässt sich die Filterfrequenz durch den gewählten Envelope Follower, einen CV-Eingang und den schon erwähnten Expression-Pedal-Weg beeinflussen. Obendrauf gibt es, nur für die Multimodeschaltung, noch eine zweite Expression-Pedal-Buchse.

Abschließend kann durch Hochpassfilter und Pegelregelung beeinflusstes Eingangsmaterial mit Synthesesignalen gemischt werden. Per Fußschalter lässt sich die Klangerzeugung des Squavers (de)aktivieren. Ein Output-Potentiometer macht finale Lautstärkeanpassungen möglich.

Sonstiges

Mit dem ConVertor ist auch eine kleinere Version des Squavers erhältlich.
Ein 9 V DC-Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten. Ein passendes Modell gibt es hier.

Anschlüsse

Audioausgang (6,3 mm)
Audioeingang (6,3 mm)
Side-Chain-Eingang (6,3 mm)
Main- und Side-Chain-Thru-Ausgänge (6,3 mm)
Zwei Expression-Pedal-Eingänge (6,3 mm)
Pitch-CV-Ausgang (3,5 mm)
Envelope-Follower-Ausgang (3,5 mm)
Zweikanaliger Gate- und Trigger-Ausgang (3,5 mm)
Expression-Pedal-Ausgang (3,5 mm)
Gate-Eingang (3,5 mm)
Ringmodulator-Audioeingang (3,5 mm)
CV-Eingänge für Grob- und Feinstimmung, PWM, Filter und VCA (3,5 mm)
Buchse für DC-Netzteil (Tip = Negativ / Ring = Positiv)

Abmessungen

20 mal 19 mal 6 Zentimeter
Stromversorgung: Externes 9 V DC-Netzteil

Gewicht
0.7 kg
artikelnr
SOSsp1
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