Waldorf - nw1 wavetable module

Überblick

Waldorfs erstes Eurorack-Modul bringt das wohl bekannteste Feature dieser Firma ins Euroland: die markanteste Wavetable-Engine, die u.a. die Wavetables der Waldorf'schen Kult-Synthesizer Microwave und Wave beinhaltet.
Die vielseitige Engine im nw-1 ist ganz neu: eigene Wavetables können nicht nur über USB geladen, sondern sogar direkt am Modul aufgenommen werden. Ebenso ist ein Sprachsynthesizer, ein Modulator für zyklisches Scanning der Wavetables und flexible Spektralbearbeitung integriert.

Ansichten

Details

Zur Auswahl stehen 100 Wavetables im ROM sowie 10 Speicherplätze für eigene Wavetables; sie werden mit dem Bank Select-Schalter und dem roten Encoder gewählt.
Eigene Wavetables können über USB geladen werden oder direkt am Modul aufgenommen werden: Bank Select auf USER stellen, gewünschten Speicherplatz auswählen, dann Bank Select zum Scharfstellen der Aufnahme auf "Record" stellen und den ersten Modulationsziel-Schalter auf "Travel" stellen. Das Audiosignal wird in die Buchse In1 geleitet, mit Gain im Pegel angepasst und mit "Position" komprimiert. Die Aufnahme startet entweder gate-getriggert oder bei Erreichen eines Schwellwerts.

Das Wavetable-Scanning, also das durchfahren der Wellen innerhalb der gewählten Wavetable kann auf mehrere Arten geschehen. "Position" wählt die Grund-Welle aus, ab der das Scanning passiert.
"Travel" ist ein interner Modulator mit drei Modi:

  • Free entspricht einem freilaufenden LFO, dessen Frequenz sowie Modulationsrichtung manuell eingestellt wird oder über CVs moduliert werden kann (siehe unten).
  • Gated lässt die Modulation nur bei anliegendem Gate-Signal passieren und startet sie auch bei jedem Gate neu.
  • Step ist ebenfalls gate-abhängig, wird allerdings nicht resettet, sondern schreitet sukzessive weiter innerhalb der Wavetable.
Ist die Wavetable einmal komplett durchfahren worden, so wird wieder von vorne angefangen.


Die Wavetable-Engine des nw1 ist gegenüber den älteren Waldorf-Synths erweitert werden und bietet neue Parameter:

  • Spectrum verschiebt das Spektrum des Klangs abwärts oder aufwärts, ohne die Tonhöhe zu beeinflußen. Klingt stellenweise nach Wavemultiplier.
  • Brilliance überspitzt oder dämpft die spektralen Signalspitzen des Klangs.
  • Keytrack bestimmt, ob das Spektrum der 1V/Oktave-Spannung folgt (wie im klassischen Wavetables-Synths) oder feststeht, was eher einer Filterbank gleicht. In 50%-Einstellung kriegt man manchmal leichte Schwebungen hin. Klanglich irgendwo zwischen PWM und Wavemultiplier einzuordnen.
  • Noisy bestimmt die Genauigkeit, mit der die Wavetable ausgelesen wird. Je ungenauer, desto mehr Rauschen kommt hinzu.
Mit diesen vier Parametern ist eine enorme Vielfalt an Klängen möglich, sogar dann, wenn eine Welle statisch ausgelesen wird und nicht gescannt wird. Spectrum und Brillance verhalten sich in etwa wie ein Filter, aber mit einem ganz speziellen Touch und sind durch die Klangvielfalt einer Wavetable um einiges komplexer. Teils klingt diese Parametersektion, wie erwähnt, nach Waveshaper. Das ist klanglich so dermaßen flexibel, daß man sich ein Filter nach dem nw1 auch fast sparen kann.


Für die vielen Parameter des nw1 gibt es drei abschwächbare CV-Eingänge, deren Modulationsziele mit Schaltern bestimmt werden:

  • CV 1: kann man auf Tune, Brillance oder Travel routen
  • CV 2: Tune, Position oder Travel
  • CV 3: Spectrum, Position oder Noisy

Anschlüsse

Gate-Eingang, 1V/Oktave Frequenz-CV-Eingang, 3 zuweisbare CV-Eingänge
Audioausgang
USB-Anschluß

Abmessungen

3HE Eurorack-Modul, 32TE breit
Stromverbrauch: 150mA

Gewicht
0.562 kg
artikelnr
WDnw1

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